Batteriespeicher auf Mallorca: Wann er sich lohnt und wann nicht

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Verfasst von
Bodo Gruber, Gründer Sunglow Energy
Kurz gesagt: Ein Batteriespeicher lohnt sich auf Mallorca vor allem, wenn Sie abends und nachts viel Strom verbrauchen oder bei Stromausfall versorgt sein wollen. Wer tagsüber verbraucht oder die Immobilie oft leer steht, kommt häufig ohne Speicher aus. Die richtige Größe richtet sich nach Ihrem Abendverbrauch, nicht nach der Anlagengröße.
Was macht ein Batteriespeicher?
Tagsüber versorgt die Solaranlage zuerst Ihr Haus. Überschüssiger Strom lädt den Speicher. Abends und nachts liefert der Speicher diesen Strom, erst wenn er leer ist, kommt Strom aus dem Netz.
Ohne Speicher geht der Überschuss ins Netz. Dafür gibt es eine Vergütung, die aber meist deutlich unter dem Preis liegt, den Sie abends für Netzstrom zahlen.
Wann sich ein Speicher lohnt
Hoher Abend- und Nachtverbrauch: Klimaanlage im Schlafzimmer, Poolpumpe am Abend, E-Auto laden über Nacht.
Ganzjährige Nutzung: Die Immobilie ist dauerhaft bewohnt oder vermietet.
Notstrom gewünscht: Bei Stromausfall versorgt ein notstromfähiger Speicher die wichtigsten Verbraucher weiter, solange er geladen ist.
Teure Abendtarife: Strom in den Punta-Zeiten (18 bis 22 Uhr) ist am teuersten.
Wann Sie eher keinen brauchen
Sie verbrauchen den Großteil Ihres Stroms tagsüber, etwa im Homeoffice oder für Pool und Kühlung am Mittag.
Die Immobilie steht viele Monate leer.
Ihr Stromanbieter bietet eine virtuelle Batterie, die Überschüsse als Guthaben für später speichert.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Als Faustregel gilt: Der Speicher sollte ungefähr den Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang abdecken. Ein zu großer Speicher wird im Winter selten voll, ein zu kleiner ist abends schnell leer. Ihre Verbrauchsdaten im Stundenraster zeigen, was passt. Sunglow wertet sie für Sie aus.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Wechselrichter und Speicher vom gleichen Hersteller: Beide arbeiten dann optimal zusammen, und Garantie sowie Service kommen aus einer Hand.
Notstromfunktion: Nicht jeder Speicher kann bei Stromausfall weiterversorgen. Klären Sie das vor dem Kauf.
Erweiterbarkeit: Ein modularer Speicher lässt sich später vergrößern, etwa wenn ein E-Auto dazukommt.
Garantie und Ladezyklen: Achten Sie auf Garantiedauer und garantierte Restkapazität.
Aufstellort: kühl, trocken und gut zugänglich, nicht in der prallen Sonne.
Speicher oder virtuelle Batterie?
Batteriespeicher: speichert den Überschuss im Haus als Strom, liefert bei notstromfähigen Systemen auch bei Stromausfall und ist unabhängig vom Stromanbieter. Dafür ist eine Investition nötig.
Virtuelle Batterie: speichert den Überschuss beim Anbieter als Geldguthaben für spätere Rechnungen. Sie braucht keine Hardware, bietet aber keinen Notstrom und hängt vom Stromanbieter ab.
Beide lösen unterschiedliche Aufgaben und lassen sich auch kombinieren.
Förderung für Batteriespeicher
Für Speicher gab und gibt es auf den Balearen Zuschüsse. Ob aktuell ein Programm offen ist und in welcher Höhe es für Sie gilt, prüfen wir im Einzelfall, vorbehaltlich Bewilligung. Die Antragstellung übernimmt Sunglow.
Häufige Fragen
Kann ich einen Speicher später nachrüsten?
In vielen Fällen ja, am einfachsten mit einem Hybrid-Wechselrichter, der schon für einen Speicher vorbereitet ist.
Funktioniert mein Haus mit Speicher bei Stromausfall?
Nur wenn das System notstromfähig ist. Dann laufen die angeschlossenen wichtigsten Verbraucher weiter, solange der Speicher geladen ist.
Lohnt sich ein Speicher für eine Ferienvilla?
Bei Vermietung über viele Monate oft ja, bei seltener Nutzung meist nicht. Entscheidend ist der Abendverbrauch in der Nutzungszeit.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Moderne Speicher sind auf viele Jahre und Tausende Ladezyklen ausgelegt. Maßgeblich sind die Garantiebedingungen des Herstellers.
Stand: Oktober 2026. Förderangaben nach aktuellem Stand und vorbehaltlich Bewilligung.

